Als weltweit größter PV-Markt hat China im Jahr 2024 über 277 Gigawatt an neuen PV-Installationen hinzugefügt. Im vergangenen Jahr wuchsen die Installationen im Vergleich zum Vorjahr um 148 %. China brach damit seinen Rekord für neue PV-Installationen aus dem Jahr 2023.
Weltrekord China hat im vergangenen Jahr seinen eigenen Weltrekord für neue Photovoltaik-Installationen (PV) gebrochen, wie die Nationale Energiebehörde Chinas (NEA) mitteilte. 277 Gigawatt (GW) Solarstrom wurden neu installiert, gegenüber 217 GW im Jahr zuvor.
Im Vergleich dazu war der größte PV-Markt in Europa im vergangenen Jahr Deutschland, wo etwa 17 GW neu installiert wurden. Die gesamte installierte PV-Kapazität in Deutschland wird bis Ende 2024 etwa 100 GW erreichen.
Laut einer Bloomberg-Analyse wurden im vergangenen Jahr weltweit knapp 600 GW anneuen PV-Anlagengebaut. In der Praxis bedeutet dies, dass fast jede zweite Anlage im vergangenen Jahr in China installiert wurde.
Der rasche Anstieg der Solarkapazität übertraf auch die Schätzung der China Photovoltaic Industry Association vom Dezember und kommt nach einem schwierigen Jahr für Chinas Solarindustrie. Denn das Überangebot hat den führenden Herstellern große Verluste beschert.
Im Jahr 2014 übertraf China bei den PV-Neuinstallationen zum ersten Mal die damalige Solarmacht Deutschland. Seitdem ist China jedes Jahr Weltmarktführer in der Photovoltaik.
Verlangsamtes Wachstum Das Tempo der neuen PV-Installationen in China wird sich in diesem Jahr wahrscheinlich verlangsamen. Grund dafür sind Verzögerungen beim Ausbau der Netzinfrastruktur und die begrenzte Verfügbarkeit von Land.
In den letzten zehn Jahren ist die jährlich installierte PV-Kapazität in China stetig gewachsen. Im Jahr 2023 werden die neuen PV-Installationen 200 GW überschreiten, was einem Anstieg von 148 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Jahr 2024 wird sich die Wachstumsrate der neuen PV-Installationen jedoch auf weniger als 28 % verlangsamen, den niedrigsten Wert seit 2019.
China ist der größte Luftverschmutzer der Welt, stellt aber seinen Energiesektor weiterhin auf umweltfreundlichere Quellen um. Die Vereinigten Staaten hingegen ziehen sich aus dem Kampf gegen den Klimawandel zurück, wie Bloomberg berichtet.
Außerdem hat China im vergangenen Jahr 80 Gigawatt an Windenergie zugebaut. Die Rekordinstallationen von erneuerbaren Energien bedeuten, dass China sein ursprüngliches Ziel für 2030 sechs Jahre früher erreicht hat.
Chinas Entwicklung steht damit im Gegensatz zu dem, was von den Vereinigten Staaten, dem zweitgrößten Treibhausgasemittenten der Welt, erwartet werden kann. Der neue Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass sein Land zu fossilen Brennstoffen zurückkehren wird, weil diese billiger sind. Außerdem kündigte er an, dass die Vereinigten Staaten aus dem Pariser Klimaabkommen von 2015 aussteigen werden, das die globale Erwärmung bekämpfen soll.