Studien zeigen, dass eine Solaranlage bereits nach einem Jahr ohne Wartung bis zu 12 % ihrer Leistung aufgrund von Verschmutzung einbüßt. Es reicht nicht aus, dass die Solarmodule geneigt sind und vom Regen gewaschen werden. In Städten sind der allgegenwärtige Staub und der saure Regen für die Verschmutzung der Solarmodule verantwortlich, während in den Ebenen sowohl Staub als auch Pflanzenpollen und Vogelkot zusammenkommen. Außerdem werden beispielsweise Photovoltaikmodule, die in einem Aluminiumrahmen montiert sind, nach einer Weile durch die Chemikalien verschmutzt, die aus dem Rahmen des Moduls austreten.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen verschmutzter PV-Module Die Verschmutzung von Solarmodulen beeinträchtigt nicht nur ihre technische Leistung, sondern hat auch erhebliche wirtschaftliche Folgen.
Verluste bei der Stromerzeugung Im Durchschnitt können die durch Verschmutzung verursachten Leistungsverluste 20–40 % betragen, was eine erhebliche Verringerung der Energieerzeugung und damit der finanziellen Erträge bedeutet. Bei einer Photovoltaikanlage mit 10 kWp, die 10.000 kWh pro Jahr produziert, kann die Umweltverschmutzung beispielsweise zu einem Verlust von 2.000 bis 4.000 kWh pro Jahr führen. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 0,17 €/kWh entspricht dies einem Verlust von 340 bis 680 € pro Jahr.
Reinigungskosten im Vergleich zu Einsparungen Obwohl die professionelle Reinigung der Paneele pro Reinigung etwa 100–150 € kostet, stellen die empfohlenen zwei Reinigungen pro Jahr eine Investition von 200–300 € pro Jahr dar. Dieser Betrag ist jedoch deutlich geringer als der potenzielle Verlust bei der Stromerzeugung, sodass sich die Reinigung eindeutig lohnt. Die durchschnittliche Kapitalrendite (ROI ) für die Reinigung liegt zwischen 20–80 %, mit einer Kapitalrendite in nur 7–10 Monaten.
Langfristige Auswirkungen auf die Lebensdauer der Module Wenn die Module nicht regelmäßig gereinigt werden, nimmt ihre Leistung allmählich ab, wodurch sich ihre Lebensdauer verkürzt. Durch Schmutzansammlungen können Teile des Moduls überhitzen (Hotspots), was zu dauerhaften Zellschäden und einem notwendigen Austausch führen kann. Durch regelmäßige Wartung kann die Lebensdauer der Module um 5 bis 10 Jahre verlängert und die Kosten für den Austausch gesenkt werden.
Verlängerung der Amortisationszeit Verschmutzte PV-Module beeinträchtigen nicht nur ihre Leistung, sondern auch die Amortisationszeit der Investition. Wenn die Module nicht regelmäßig gereinigt werden, kann ihr Wirkungsgrad um bis zu 20 % sinken, was zu erheblichen finanziellen Verlusten führt.
Berechnung der Amortisationszeitverlängerung
Eine 10 kWp-PV-Anlage kostet 12.000 €.
Jährliche Stromerzeugung ohne Umweltverschmutzung: 12.000 kWh.
Bei einem Strompreis von 0,17 €/kWh beträgt die jährliche Ersparnis 2.040 €.
Amortisationszeit ohne Umweltverschmutzung: 5,88 Jahre.
Wenn die Module verschmutzt sind und ihre Leistung um 20 % sinkt:
Jährliche Stromerzeugung sinkt auf:9.600 kWh.
Die jährliche Ersparnis sinkt auf:1.632 €.
Neue Amortisationszeit: 7 ,35 Jahre.
Wie oft müssen die Paneele gereinigt werden? Die Häufigkeit der Paneelreinigung hängt von der Neigung der Anlage und der Art der Paneele ab, und die Häufigkeit und Technologie der Reinigung selbst wird entsprechend gewählt. Die Häufigkeit der Reinigung hängt auch stark vom Standort der Anlage und den klimatischen Bedingungen in der Region ab.
In landwirtschaftlich genutzten Gebieten müssen Photovoltaik- (Solar-) Paneele aufgrund des Pollenflugs von Pflanzen mindestens zweimal im Jahr gereinigt werden.
Photovoltaik- (Solar-) Module, die sich in Gebieten mit einer hohen Vogelpopulation oder in der Nähe von Verkehrseinrichtungen befinden, müssen zwangsläufig häufiger gereinigt werden.
In städtischen Gebieten sollte eine Reinigung der PV- (Solar-) Module zweimal im Jahr ausreichen.
Bei Installationen in Industriegebieten und in Gebieten mit hoher Luftverschmutzung sollte der Zustand der Module überwacht und bei Bedarf gereinigt werden.